Datalogistik neu denken: Mehrperspektivenoptimierung der Versorgungskette

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Beim 16. Styrian Logistics + Automotive Day hielten Vertreter des Know-Centers und der Firma Magna Steyr einen gemeinsamen Vortrag unter dem Themenschwerpunkt „Data Logistics Rethinking“.

Am 7. November 2019 präsentierten Oliver Pimas, Daten-Experte am Know-Center und Gerhard Grill-Kiefer, Leiter der Total Cost of Ownership Aktivitäten bei Magna Steyr ein gemeinsam abgewickeltes Projekt aus dem Bereich des Supply Chain Managements, dessen Ziel es war, logistische Prozesse zu überdenken, um ein globales, ganzheitliches Optimum für einzelne Versorgungsketten ermitteln zu können.

Gründe für ein logistisches Umdenken

Die Aufgaben des Supply Chain Management in Industrieunternehmen sind sehr weit gefasst. Diese sind gleichzeitig von hoher Komplexität und teilweise gegenläufigen Zielen gekennzeichnet.

  • Einkaufspreise sind stark mengenabhängig.
  • Die Materialdisposition ist wiederum für die Einhaltung niedriger Lagerbestände bei gleichzeitiger Versorgungssicherheit verantwortlich. Damit ist sie an hochfrequenten, geringen Liefermengen interessiert.
  • Die Transportkosten dagegen steigen bei kleineren Liefermengen.

 

Effiziente und damit kostensparende Prozesse können nur erreicht werden, wenn die verschiedenen Perspektiven und Interessen miteinander verknüpft werden.

 

Gerhard Grill-Kiefer präsentierte im Vortrag eine Übersicht der logistischen Herausforderungen und konkurrierenden Zielsetzungen im Supply Chain Management. Darauf aufbauend leitete er die mit der Durchführung des Projekts verbundenen Ziele und Erwartungen hinsichtlich der datenbasierten Prozessoptimierung und Visualisierung von Eingangs- und Ergebnisgrößen ab.

Im nächsten Schritt skizzierte Gerhard Grill-Kiefer das Grundmodell der Losgrößenermittlung, welches die inhaltliche Basis für die Entwicklung des Optimierungsmodells am Know-Center bildete.

Wie sich diese grundlegenden Betrachtungen und die umfassende Datenbasis von Magna Steyr in einem Modell zusammenführen lassen und wie dazu die anforderungsgerechte Visualisierung in einem Dashboard aussehen kann, erläuterte in weiterer Folge Oliver Pimas seitens des Know-Centers.

Oliver Pimas besprach hierbei den algorithmischen und rechnerischen Ansatz zum Erreichen der Optimierungsziele, den das Know-Center entwickelt hat. Dieser bringt die verschiedenen Einflussparameter und Kostenbausteine im Supply Chain Management miteinander in Beziehung und hilft EntscheiderInnen, eine ganzheitliche Optimierung der Lieferkette vorzunehmen. Gleichzeitig stellte Oliver Pimas die im Dashboard erarbeitete Visualisierung der Eingangs- und Ergebnisgrößen vor.

Im letzten Teil des Vortrags erläuterte Gerhard Grill-Kiefer die mit den bisher durchgeführten Berechnungen erzielten Ergebnisse der Zusammenarbeit von Magna Steyr und dem Know-Center. Ebenso gab er einen kurzen Ausblick auf die nächsten geplanten Schritte im gemeinsamen Projekt.

In der anschließenden Diskussionsrunde konnten beide Vortragenden viele Fragen des interessierten Publikums beantworten. Die wichtigste Schlussfolgerung: Kostenoptimale Versorgungsprozesse können basierend auf Zahlen, Daten und Fakten berechnet werden. Dies kann Unternehmen wesentlich unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen und eine ganzheitliche Sichtweise im Optimierungsprozess einzunehmen.

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