Baldiger Aufbruch in die Arktis mit KI und Deep Learning

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Alfred Wegener erhob 1930 bei seiner legendären und letzten Expedition in Grönland Messungen, die der aktuellen Forschung als vielversprechende Grundlage dienen. Wissenschaftler‘*innen des Know Centers und der Universität Graz begeben sich nun nach Grönland, um die Messungen Wegeners, an denselben Orten wie damals, zu wiederholen.

Noch diese Woche geht es für Andreas Trügler, am Know Center Experte für KI-Prozesse, zusammen mit einem Forschungsteam der Universität Graz auf die Reise gen Norden. Ziel der dreiwöchigen Expedition an der Westküste Grönlands ist es, Messstationen aufzubauen. Begleitet werden sie dabei von einem Filmteam, das die Arbeit der ForscherInnen dokumentieren wird.

Um zuverlässige Modelle über die zukünftige Klimaentwicklung erstellen zu können, ist es wichtig, Veränderungen der Gletscher über lange Zeit zu untersuchen. Über die nächsten drei Jahren werden, mithilfe neuester Methoden, Veränderungen der Eisoberfläche und der meteorologischen Bedingungen erhoben. Dadurch soll die Wechselwirkung zwischen der Eisoberfläche und der Atmosphäre weiter erkundet werden.

Das Know Center bereitet Exzellenz und Expertise in der Datenauswertung. Neben konventionellen Methoden für die Messungen kommt die Verwendung von künstlicher Intelligenz und Deep Learning ins Spiel. Damit ist es möglich, Muster und Zusammenhänge in den Daten zu identifizieren, sowie können komplexe Wechselwirkungen ermittelt werden. Dabei ist ein aussagekräftiger Datensatz, besonders über einen langen Zeitraum, ein immenser Vorteil. Wegeners 100 Jahre alte Messungen dienen als Grundlage der Datenauswertung und werden mit neuen Messungen in Verbindung gebracht. Somit ermöglichen sie Modelle, die tiefgehende Einsicht in eine komplexe und relevante Thematik bieten.

Das Projekt „WEG_Re – Centennial Climate Drivers of Glacier Changes in Greenland“ unter der Leitung der Universität Graz, in Kooperation mit dem Know Center Graz, der University of Fairbanks (Alaska) und GEUS (Dänemark) wird vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF gefördert.

https://weg-re.at/

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